Die Freiherren von Reischach

Epitaph Reischach

Über Jahrhunderte hat dieses Geschlecht seine Toten im Chor oder außerhalb der Kirche zum Heiligen Kreuz beigesetzt und immer wieder für deren Erhaltung gesorgt.

Schmuckepitaph für Johann Jakob I. von Reischach (1529 - 1591)
Diese Arbeit des Renaissance-Bildhauers Jeremias Schwarz aus Leonberg zeigt den Erbauer des alten Nussdorfer Schlosses im Gebet vor dem Kruzifixus kniend, in einer der mittelalterlichen Überlieferung verpflichteten Haltung. Die Einzelheiten des Harnischs und der Haar- und Barttracht sind im neuen Stil der Renaissance sorgfältig durchgearbeitet.

Die eigentliche Grabplatte steht rechts an der Chorwand. Sie ist, weil ursprünglich in den Fußboden eingelassen, stark abgenutzt.

Die Freiherren von Reischach und ihre Kirche

Hans (Johannes) von Reischach, der Urgroßvater Johann Jakobs I., besaß 1461 in Nussdorf neben einigen Einkünften die Hälfte der Kelter sowie ein Drittel der Vogtei, d.h. der niederen Gerichtsbarkeit. 1468 kaufte er vom Kloster Hirsau ein Drittel von Nussdorf, nachdem er schon 1452 beträchtliche Teile von Eberdingen und Riet erworben hatte. Er ist der Stammvater der Nussdorfer und Rieter Linie dieses freiherrlichen Adelsgeschlechts, das seinen Ursprung im Oberschwäbischen hat, in dem Dörfchen Reischach zwischen Messkirch und Pfullendorf.  

Als Hofbeamter und Diplomat stand er im Dienst der Grafen von Württemberg. Hans von Reischach war wohl maßgeblich beteiligt, als wenige Jahre später die Kirche zum Heiligen Kreuz in Nussdorf erweitert wurde und die heute vorliegende spätgotische Gestalt mit den prächtigen, auf 1482 datierten Malereien im Chor erhielt. In der Folgezeit ist die Kirche zum Heiligen Kreuz die Grablege der Reischach. 

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Die Freiherren von Reischach (22 kb)