Geschichte Nussdorfs und seiner Kirche

Um 1130 wird die Martinskirche zu Nussdorf von einem Eberhard
"aus einem adelichen und freien Geschlecht entsprossen .." an das Kloster Hirsau "vergabt". Durch diesen Vorgang tritt erstmals eine Kirche in Nussdorf ins Licht der Geschichte.

Historische Zeittafel

Das Kreuz vor dem Westeingang

  • 1369 Eine Mätz von Gröningen (Markgröningen) vermacht den jährlichen Ertrag ihres Weinbergs "an die capellen oben zu gelegen in der mark ze nussedorf".
  • 1381 Ein Ritter Hans von Remchingen verkauft eine Hellergült an die Pfleger der Kapelle "des hailigen Crützes ze Nußdorf".
  • 1394 In Nussdorf wird ein Marienaltar genannt.
  • 1468  Bestätigung einer Bruderschaft mit 12 Priestern und 2 Laien aus der näheren Umgebung. Erste Erwähnung als Kirche zum Heiligen Kreuz (ecclesia sancte crucis).
  • 1482 Die Kirche ist spätgotisch ausgebaut, die Wand- und Deckenmalereien sind fertig gestellt. Vermuteter Einsatz einer Wallfahrt zwischen 1468 und 1482, ihr Grund ist wahrscheinlich eine Kreuz-Reliquie.
  • 1535 Im Verzeichnis der Wallfahrtsorte des Herzogtums Württemberg wird die "Kirche im Feld" bei Nussdorf genannt. Ende der Wallfahrt und der Bruderschaft vor oder bei der Einführung der Reformation in Nussdorf um 1548.
  • 1591 Älteste Grabmäler der Freiherren von Reischach. Noch heute Grablege dieses Geschlechts in der äußeren Gruft.
  • 1867 Stiftung von drei Glocken durch die Nussdorfer Familie Etzel.
  • 1880 Restaurierung der baufälligen Kirche durch den Architekten Prof. August Beyer, Münsterbaumeister in Ulm, im Auftrag von Richard von Reischach.
  • 1882 Die Renovierung ist abgeschlossen und die von Zerstörung bedrohten Wand- und Deckenmalereien sind durch den Maler Loosen aus Köln wiederhergestellt.

Für die Zeit der jüngeren Geschichte, siehe Zerstörung und Wiederaufbau.

Mehr Informationen zur Geschichte der Kirche zum Heiligen Kreuz können Sie als download nachlesen:  Zur Geschichte der Kirche zum Heiligen Kreuz  (12 kb)