Partnergemeinde in Thalebra/Thüringen

Fahrt nach Thalebra im Jahr 2003

Lang hatten die Beziehungen der Kirchengemeinden zwischen Thalebra und Nussdorf geruht, bis im Jahr 2001 drei Familien aus Nussdorf aufgebrochen waren, um diese wieder zu beleben.  

Etliche Begegnungen haben seither zwischen der Gemeinde in Thalebra (400 Einwohner, davon sind 80 evangelisch) und Nussdorf stattgefunden:

So kam es im Jahr 2001 schnell zum Gegenbesuch durch Thalebras Pfarrer Thomas Seeber mit Gemeindegliedern; im gleichen Jahr „wanderte“ das Nussdorfer Harmonium, welches einst in der Kirche zum Heiligen Kreuz gespielt wurde, in die Kirche nach Thalebra.

Im Jahr 2002 besuchte der Nussdorfer Bläserkreis die Partnergemeinde und gestaltete dort ein Kirchfest mit. Die Kirche in Thalebra war damals zur Überraschung der angereisten Gäste frisch renoviert worden – auch mit Hilfe von Spenden aus Nussdorf.

Somit war der Weg für den nächsten Schritt in der Partnerschaft bereitet. Unter der Leitung des damaligen Nussdorfer Kirchenpflegers Theo Böhringer wurde 2003 - im Jahr der Bibel - eine Fahrt auf den Spuren Martin Luthers unternommen. 44 Nussdorfer besuchten die Partnergemeinde in Thalebra/Thüringen. Gemeinsam mit den Gastgebern wurde Bad Frankenhausen (Ort der entscheidenden Schlacht im Bauernkrieg - 1525), Eisleben (Geburts- und Sterbeort Luthers) und die Wartburg (Übersetzung des Neuen Testaments) erkundet, wobei teilweise auch die Ortsvorsteherin aus Thalebra Frau Carola Kirchner zugegen war und Einblick in die jetzige Situation der Menschen vor Ort gab. Vor allem die Abwanderung junger Menschen infolge der großen Arbeitslosigkeit aus vielen Dörfern und Gemeinden Thüringens bereitet den Kommunen viel Not.

Nach diesem geselligen Miteinander der Gemeindeglieder aus beiden Gemeinden und dem gemeinsam gefeierten Erntedankgottesdienst, welchen Pfarrer Seeber aus Thalebra leitete und in welchem der fast vollständig angereiste Nussdorfer Kirchenchor und Pfarrer Nitsche mitwirkten, stand eins fest: „Das war einfach schön...!“ Und weil es so schön war, wird schon wieder die nächste Fahrt geplant, dass es dabei bleibt, was ist: „Aus Skepsis wurde Freundschaft!“ – wie es nach dem letzten Besuch in der Thüringer Zeitung stand.

Die neu renovierte Kirche in Thalebra

Zwei Jahre später, im Juli 2005, war es dann wieder soweit, die Partnergemeinde zu besuchen. Anlass war das große Dorffest mit gleich drei Jubiläen:

  • Erwähnung des Ortes vor 925 Jahren
  • 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr
  • 100 Jahre Neue Kirche Sankt Cruxis
    (=Kirche zum Heiligen Kreuz, wie unsere Nussdorfer Kirche).

Eine Delegation von 15 Gemeindegliedern, darunter der halbe Kirchenchor folgte der Einladung aus Thalebra. Bürgermeisterstellvertreter Bernd Hasenmaier und der damalige Kirchenpfleger Theo Böhringer überbrachten Grüße aus der bürgerlichen Gemeinde und der Kirchengemeinde. Desweiteren wurde beim Festzug und beim Gottesdienst mit Pfarrerin Charlotte Kalthoff mitgewirkt.

 

Im darauffolgenden Jahr freuten wir uns über den Gegenbesuch aus Thalebra.
Pfarrerin Kumm, Kirchenpflegerin Conrad und die Kirchengemeinderäte Klein waren beim Sommerfest am Martinsturm und im Gottesdienst mit dabei.

 

Es ist schön, wenn über Jahre unsere Partnerschaft gepflegt und auch wachsen durfte.

 

Thalebra gehört seit 2007 zur Stadt Sondershausen